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Eine Veranstaltungsreihe der:
  • Evangelische Akademie Thüringen
  • Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V.
Bild: Ev. Akademie Sachsen-Anhalt e.V. - Screenshot aus Projekt "Digitales Ich - digitales Wir"

Bericht

Mein Kind ist online

Ist mein Kind handysüchtig? Das war der Titelvorschlag einer Anfrage der SELK Cottbus für einen Vortrag mit Diskussion zum Samstagsbrunch in Döbbrick, am Rande von Cottbus. Schnell wurde im Vorgespräch klar, dass es nicht um Mediensucht, sondern eher um exzessive Nutzungen von Medien und vor allem das Gefühl der Eltern geht, dass das Kind seinen Medienkonsum nicht oder zumindest nicht ausreichend gut regulieren könne.

Zu Beginn des Brunches wurden folgende Fragen als Einstieg zur Diskussion gestellt: Wie oft greifen Sie nach Ihrem Handy? Was meinen Sie, wie oft schauen junge Menschen aufs Smartphone? Immer online? Oder bewusst online gehen? Und mit welchen Geräten? (Computer, Fernseher, …?) Wozu nutzen Sie das Handy? Was meinen Sie, wozu nutzen junge Menschen ihr Smartphone?

Nach einer Sammlung erster Eindrücke zu den Fragen führte Studienleiter Tobias Thiel mit einer kurzen Präsentation in die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen ein, zeigte zwei Beispiele, in denen Jugendliche zu Wort kommen:

Anschließend erläuterte er kurz mögliche Gefahren und Chancen. Zudem empfahl er den Eltern den Kindern genau zuzuhören, bereit zu sein von ihnen zu lernen und die Mediennutzung vertraglich zu regeln. (Im Bereich Links unter diesem Artikel gibt es weitere Materialien)

Gekommen waren vor allem Eltern von Kindern zwischen 13 und 16 Jahren, die das Gefühl hatten, dass zu viel Medienkonsum ihrem Kind schadet, sich das Kind verschließt und auch andere Lebensbereiche vernachlässigt. Mit dem Hinweis, dass die Diskussionsrunde keinen therapeutischen Charakter haben kann, wurden unterschiedliche Erfahrungen ausgetauscht, wie Kinder um Medienzeiten feilschen, Eltern austricksen, Vereinbarungen nicht einhalten, nicht ansprechbar sind usw. Die Gespräche waren bei viel Frust aber auch immer von einem liebevollen Blick auf die Kinder, ihre Kreativität und Bedürfnisse geprägt. Am Ende wurde deutlich, dass es nicht die eine Lösung gibt, die auf alle passt. Vielmehr müssen Familien gemeinsam Lösungen finden, die zu ihnen – zu Eltern und Kindern – passen.



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Gefördert durch:

Der Großteil der Veranstaltungen findet im Rahmen der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung/ Regionalgruppe OST statt und wird im Rahmen des KJP vom BMFSFJ gefördert.

Kooperationspartner

Das Projekt "MineHandy" wurde im Rahmen der Handyaktion NRW und in Kooperation mit dem Südwind-Institut für Ökonomie und Ökumene und dem Amt für Jugendarbeit der Ev. Kirche von Westfalen durchgeführt.