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Eine Veranstaltungsreihe der:
  • Evangelische Akademie Thüringen
  • Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V.
Wie wird wohl die Zukunft der Demokratie aussehen - Diskussion in Kleingruppen

Bericht

Digitalisierung und die Zukunft der Demokratie

Bis 2030 verschmelzen Mensch und Maschine. Ein KI-Richter verhängt die Todesstrafe. Der digitale Alltag bietet viele Vorteile, aber auch Langeweile und Probleme. Und die Gefahr, dass der Diebstahl der digitalen Identität das Leben zerstört, ist auch noch nicht geringer geworden.

Schüler*innen des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums haben diese – eher dystopischen – Visionen eines Lebens in einer zukünftigen digitalen Gesellschaft entworfen. In einem Projekttag der Jungen Akademie der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V. haben sie ihnen wichtige Themen gesammelt: Woran denkt ihr, wenn ihr euch als Subjekt („Ich“) in einer digitalen Gesellschaft („Wir“) z.B. im Jahr 2030 seht? Was ist dann noch wichtig? Welche Fragen gelöst? Welche Probleme vielleicht noch viel akuter?

Die dabei entstandene Themenliste haben sie in vier Bereiche geclustert und vier Gruppen gebildet, die jeweils einem dieser Themenkomplexe nachgehen. Mit Hilfe von ausgedruckten Zeitungsartikeln und einer Link-Seite beschäftigten sich die Jugendlichen intensiver mit ihrem jeweiligen Schwerpunkt. Am Ende des Projekttags produzierten sie eine – digitale oder analoge – Präsentation. Dabei entstanden zwei Filme, ein Audiobeitrag und eine Live-Performance.

Am 24.3.17 präsentierten sie diese Ergebnisse in der Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften als Einstieg in eine öffetnliche Diskussion mit Wissenschaftlern zum Thema „Digitales Ich – digitales Wir. Digitalisierung und die Zukunft der Demokratie“. Interessant war, dass die Wissenschaftler die Zukunft weniger skeptisch sahen. Dr. Steinmüller, Wissenschaftlicher Direktor der Z_punkt GmbH The Foresight Company Köln, meinte, dass es durchaus denkbar sein, dass wir Demokratie 2.0 einfach erst noch lernen müssen. Vielleicht sei es möglich, Zuhören, Nachdenken und Aushandeln auch in der digitalen Kommunikation zu lernen, und dann die Demokratie ganz neu zu institutionalisieren. Auch wenn er zugab, dass im Moment die digitale Kommunikation eher in eine andere Richtung gehen würde. Prof. Helbing, ETH Zürich und Mitglied der Leopoldina, wies aber auch darauf hin, dass unsere gesamte Gesellschaft inzwischen eine digitale sei und alles mit allem zusammenhängt. Insofern sei eine Regulierung dringender notwendig denn je. Politik und Gesellschaft würden den technischen Entwicklungen weit hinterher laufen. Aber auch die Jugendlichen kamen zu Wort, betonten, dass sie die digitalen Tools nicht missen wollen, auch wenn ihnen zumindest manche der Probleme der digitalen Welt durchaus bewusst seien.

Bei einem Empfang zum Abschluss sprachen alle Akteur*innen in informellen Gesprächen miteinander. Auch wenn keine Lösungen gefunden wurden, so waren sich sowohl die beteiligten Wissenschaftler als auch die Jugendlichen einig, dass sie voneinander gelernt hätten.



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Digitale Identität

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Digitaler Alltag

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Mensch, Maschine, Ethik

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Künstliche Intelligenz

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Gefördert durch:

Der Großteil der Veranstaltungen findet im Rahmen der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung/ Regionalgruppe OST statt und wird im Rahmen des KJP vom BMFSFJ gefördert.

Kooperationspartner

Das Projekt "MineHandy" wurde im Rahmen der Handyaktion NRW und in Kooperation mit dem Südwind-Institut für Ökonomie und Ökumene und dem Amt für Jugendarbeit der Ev. Kirche von Westfalen durchgeführt.

Empowered by Democracy

Die Maßnahme findet im Rahmen des Projekts „Empowered by Democracy“ des Bundesausschuss politische Bildung (bap e.V.) statt.

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